ACM Programmierwettbewerb an der FAU

NWERC 2012 in Delft

Nach zwei Jahren nordwesteuropäischer Ausscheidung im verregneten Bremen geht's dieses Mal in die niederländische Universitätsstadt Delft, einem beschaulichen Ort zwischen Den Haag und Rotterdam und ähnlicher Größe wie Erlangen. Und wettertechnisch freilich äquivalent zum letztjährigen Gastgeber...

Freitag, 23.11.: Um 8 Uhr wird bei typischem Herbstwetter halbwegs pünktlich aufgebrochen. Sieben Stunden und ein Fast-Food-Restaurant später sind wir heil im WestCord Hotel angekommen. Viel Zeit zum Geniessen der durchaus annehmbaren Umgebung bleibt nicht, es geht weiter zur Anmeldung.
Die Technischen Universität Delft glänzt mit ausgefallenen und modernen Gebäudekonstruktionen, scheinbar ein Spielplatz für glasbesessene Architekten.

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Freundlich wird die Erlangener Fraktion empfangen,

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  • Team cyberFAUbia bestehend aus Florin-Cristian Ghesu, Hans Spath, Matthias Bayerlein
  • Team file not FAUnd mit Dominik Paulus, Malte Meyn, Tobias Polzer
  • sowie Florian Habur, Michael Baer und Thorsten Wißmann als Team The FAUtastic Three

die Coaches Tobias Werth, Daniel Brinkers und Jakob Krainz, sowie dem zu diesem Bericht verdonnerten Ersatzmann Bernhard Heinloth.

Anschliessend wollen wir die kulturen Aspekte der Stadt noch genauer kennenlernen, insbesondere selbstverständlich die gastronomischen. Und da wird man durchaus schnell fündig, vor allem die gehobenere Preisklasse ist sehr gut vertreten. Natürlich wurde ein dem studentischen Budget eher entsprechendes Restaurant zum zentralen Anlaufpunkt vieler Wettbewerbsteilnehmer :)

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Nach einer viel zu kurzen Nacht wurde am Samstag der NWERC offiziell eröffnet. Im Anschluss an eine kurze Ansprache konnten die Systeme ausgiebig getestet werden. Aus irgendwelchen Gründen sprach die Jury dabei dauernd über cyberFAUbia...
Nachmittags tasteten sich die Mutigen im Beertasting an die niederländische Brauereikunst heran, während regenresistente Teilnehmer im Geohunting auf den historischen Spuren der Stadt wandelten - oder zumindest sich bis zum Supermarkt bewegten, um endlich mal TetraPak-Vla zu probieren (Resultat: Puddinggetränk, dass sich nicht ganz zum trinken eignet).

Später konnten wir den Abend mit italienischen und marokkanischen Spezialitäten im Lijm & Cultuur ausklingen lassen. Während sich die Teilnehmer aufgrund des bevorstehenden Wettbewerbs sehr dezent verhalten haben, wurde die Gastfreundschaft von so manch anderen sehr gern angenommen :)

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Um 9:30 Uhr war am Sonntag der Beginn des Wettkampfs, bei dem The FAUtastic Three nach 20 Minuten die erste erfolgreiche Abgabe der FAU-Teams verzeichnen konnte, nach weiteren 20 Minuten hatten auch die anderen beiden diese nachgeliefert. Beim Einfrieren des Scoreboards eine Stunde vor Ende konnten cyberFAUbia und The FAUtastic Three fünf korrekte Abgaben verzeichnen und waren damit auf Platz 14 bzw 18, file not FAUnd war mit drei Submissions auf Platz 33.

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Die Erlanger Teams cyberFAUbia, file not FAUnd und The FAUtastic Three

In der letzten Stunde konnte cyberFAUbia noch eine sechste Aufgabe lösen - jedoch waren die "Gegner" auch nicht untätig und somit wurden leider die Edelmetallauszeichnungen mit Platz 13 ganz knapp verfehlt. The FAUtastic Three und file not FAUnd war das Glück in dieser Zeit nicht so hold, trotz großer Bemühungen konnte keine weitere Aufgabe gelöst werden. Jedoch konnten sie sich im finalen Ergebnis mit Platz 22 bzw. 38 deutlich in der besseren Hälfte behaupten.
Nachdem Jakob [inzwischen zumindest in kulinarischen Angelegenheiten bestens ortskundig] erfolgreich die leicht deprimierte Meute zu einem aufmunternden Restaurantbesuch im Billy Beer überzeugte, stand der restliche Abend ganz im Zeichen der verpatzten Aufgaben: Jeder wollte noch seinen Seelenfrieden erreichen, in dem er die ungelösten Probleme bezwang oder zumindest den Lösungsweg erkannte.

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Gruppenbild mit Laptop / Smartphone

Abschied von Delft am Montag morgen. Besuch von Utrecht am Nachmittag: Die viertgrößte niederländische Stadt beeindruckte mit einem schönen historischen Zentrum und relativ gemäßten Radfahrern (welche im Gegensatz zu Delft auch hin und wieder bremsen). Während eine Bootsrundfahrt durch die Altstadt aus zeitlichen Gründen ins Wasser fiel, wurde der Turm des inzwischen zweigeteilten Doms bestiegen - mit seinen gut 112 Metern immerhin der höchste Kirchturm des Landes.

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Bepackt mit einer Wochenration Vla ging es dann am Abend Richtung Heimat - samt ehrgeiziger Ziele für das nächste NWERC mit im Gepäck!