ACM Programmierwettbewerb an der FAU

SWERC 2002 in Porto

Der Southwestern Europe Regional Contest ( SWERC) 2002 des ICPC fand vom 15. bis 17. November in Porto, Portugal, statt. Die FAU hat zwei Teams entsandt, um um die Programmierkrone Südwesteuropas zu kämpfen:

  • Die FAU-Männer:
    Stefan Büttcher, Hans Löhr und Dominik Scheder
    (Coach: Volker Strehl)
  • FAU-2:
    Olaf Kähler, Christoph Koutschan und Thorsten Meinl
    (Coach: Michael Philippsen)
Der folgende Bericht vom SWERC 2002 ist im Wesentlichen ein Kompilat aus den privaten Berichten von Christoph Koutschan und Thorsten Meinl.


Am 15. November 2002 begaben sich sechs Informatikstudenten der FAU nach Portugal, um Land und Leute kennenzulernen, im Besonderen die Stadt Porto (die immerhin 2001 Kulturhauptstadt Europas war), außerdem, um Stefans Geburtstag gebührend zu feiern und um nebenbei an dem internationalen Programming Contest der ACM zu partizipieren und -- um es gleich vorwegzunehmen -- auch zu reüssieren: Auf dem zweiten Platz (mit Qualifikation zur weltweiten Endausscheidung!) landete Team 1 (Stefan, Hans, Dominik), dem Team 2 (Thorsten, Olaf, Christoph) war ein elfter Platz beschieden. Im Abgesicht von 54 teilnehmenden Teams ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann!


Warten vor dem Abflug in Nürnberg

Am Freitag, dem 15. November, um 11:15 Uhr ging unser Flieger von Nürnberg aus, um 15:20 Uhr Ortszeit waren wir dann in Porto. Leider regnete es an diesem Tag, wie auch an allen anderen (bis auf den Sonntag) ziemlich heftig.


Pittoresk an den Ufern des Douro gelegen, 5 km vor dessen Mündung in den Atlantik, breitet sich die Stadt Porto aus. Sie ist die zweitgrößte Stadt Portugals, wichtigster Hafen- und Handelsplatz, und hat dem Land einst seinen Namen gegeben (vom antiken römischen "Portus Cale").




Zahlreiche alte Häuser sorgen für das einzigartige Flair, von dem sich der Besucher hier sofort umfangen fühlt.


Porto bei Nacht: Ganz rechts ist die von innen beleuchtete Kuppel des Kristallpalastes auszumachen.

Am Samstag wurden wir offiziell von Fernando Silva, dem Contest Director und seinen Kollegen begrüßt. Danach gab es zwei interessante Vorträge von Gastdozenten. Das Mittagessen bestand aus warmen Buffet, hauptsächlich wohl so etwas Ähnliches wie Paella. Wie alle Mahlzeiten wurde dies im Stehen eingenommen, was auf die Dauer doch etwas unbequem war.


Abendessen am Freitag


v.l.n.r.: Thorsten Meinl, Olaf Kähler, Hans Löhr, Stefan Büttcher, Dominik Scheder; hinter der Linse (nicht im Bild): Christoph Koutschan



Und sie haben eine Vision...

Am Nachmittag folgte dann eine Practice Session, bei der sich die Teams mit der Computerumgebung vertraut machen konnten. Das war auch gut so, denn unsere Kollegen vom Team Eins mussten ja eine Extrawurst braten und in ihrem Teamnamen einen Umlaut haben (FAU-M änner). Das mochte dann das Bewertungsprogramm nicht, so dass sie keine der drei Probeaufgaben richtig abgeben konnten. Andererseits hatte Michael Philippsen noch am Donnerstag gesagt, dass die Generalprobe total schief gehen muss, damit nachher etwas Vernünftiges herauskommt. Ein gutes Zeichen?!


Die FAU-Männer beim Programmieren


Olaf scheint es besonderen Spaß zu machen.

Am Abend gab es dann einen Besuch in einer Portweinkelleri in Villa Nova de Gaia. In Porto selber gibt es gar keine Portweinkellereien, der Wein hat wirklich nur seinen Namen von der Stadt. Warum, weiß keiner so genau.




Christoph beim Stehimbiß am Abend

Um 20 Uhr gab es dann Abendessen, wieder im Stehen, aber reichlich und gut. Am nächsten Sonntag morgen wurden wir dann um halb neun mit Bussen abgeholt und es ging wieder in die Faculty of Engineering. Nach ein paar letzten Infos ging es dann um 10 Uhr los. In den nächsten fünf Stunden galt es, neun Aufgaben zu lösen. Ganz lustig war der Einfall der Organisatoren, jedem Team, das eine Aufgabe gelöst hatte, einen gasgefüllten farbigen Luftballon an den, Monitor zu kleben. So konnte man immer sofort sehen, wie man im Vergleich zu den anderen Teams gerade stand. Als in der ersten Stunde immer mehr Ballons den Raum füllten und wir noch keinen hatten, wurde es uns schon etwas mulmig. Dann platze aber der erste Knoten und innerhalb von 20 Minuten lösten wir gleich zwei Aufgaben und rückten zwischenzeitlich sogar auf Platz zwei vor. Dann verließ uns aber das Informatikerglück, und keine weitere Aufgabe gelang uns mehr. Den meisten anderen Teams aber auch nicht, nur zehn andere von 54 waren am Schluss besser als wir, u.a. auch die FAU-Männer, die den zweiten Platz holten (=> verpatzte Generalprobe). Das berechtigt sie nun, am Final Contest in Beverly Hills im März nächsten Jahres teilzunehmen. Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite (auch wenn ich schon ein wenig neidisch bin).

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Das Second-Winning-Team nach der Preisverleihung

Am Abend mussten dann natürlich unser grandioser Sieg und der Geburtstag von Stefan gefeiert werden. Die interessanteren Fotos sind hier nicht zu sehen!


Stefan freut sich über sein Geschenk, ein Go-Brett, das Christoph wegen der Spielsteine auf der Hinreise am Flughafen einige Probleme eingebracht hat ("Haben Sie Handgranaten im Rucksack?").



Prost, Herr Löhr!


Auch ein elfter Platz macht so richtig glücklich.

Am nächsten Tag machten wir uns dann (bei Regen) auf, um die Innenstadt von Porto unsicher zu machen. Dabei konnten wir noch so Einiges über die portugiesische Kultur lernen.


Die portugiesische Sprache zeichnet sich vor allem durch ihre zarten Nasallaute aus. "Super Bock" ist da ein schlechtes Beispiel, trotzdem eine urportugiesische Biermarke (mit Monopolcharakter).

Den letzten Tag vor unserem Abflug um halb vier verbrachten wir am Meer. Zum Schluss kam sogar etwas die Sonne heraus, was einige Kollegen gleich zu einem Sonnenbad veranlasste...